Stadtplanung — Induzierte Verkehrsnachfrage
2 Temmuz 2026
Text
Jahrzehntelang galt in der Verkehrsplanung ein scheinbar einleuchtender Grundsatz: Wo Staus entstehen, müssen Straßen erweitert werden. Doch empirische Untersuchungen aus zahlreichen Großstädten zeichnen ein anderes Bild. Neue Fahrspuren entlasten den Verkehr meist nur vorübergehend; nach wenigen Jahren erreicht die Verkehrsdichte häufig wieder das ursprüngliche Niveau oder übersteigt es sogar. Verkehrswissenschaftler erklären dieses Phänomen mit der sogenannten induzierten Nachfrage: Ein größeres Straßenangebot senkt zunächst die zeitlichen Kosten des Autofahrens, was Menschen dazu veranlasst, häufiger, weiter oder überhaupt erst mit dem Auto zu fahren. Manche Pendler, die zuvor auf Bus und Bahn ausgewichen waren, kehren auf die Straße zurück. Umgekehrt beobachten Planer, dass beim Rückbau von Stadtautobahnen der befürchtete Verkehrskollaps oft ausbleibt, weil ein Teil der Fahrten schlicht entfällt oder sich auf andere Verkehrsmittel verlagert. Für die Stadtplanung folgt daraus, dass sich Mobilitätsprobleme kaum durch Infrastrukturausbau allein lösen lassen.
Frage
Welche Schlussfolgerung lässt sich aus dem Text ziehen?
Cevabı göster
B ist korrekt: Der Text sagt ausdrücklich, dass ein größeres Straßenangebot „Menschen dazu veranlasst, häufiger, weiter oder überhaupt erst mit dem Auto zu fahren" und die Verkehrsdichte „nach wenigen Jahren … wieder das ursprüngliche Niveau" erreicht. A widerspricht dem Text, denn der befürchtete Verkehrskollaps „bleibt oft aus". D wird nirgends gefordert, E verdreht die Ursache-Wirkung-Beziehung, und C wird vom Text nicht gestützt.
Paylaş
X'te paylaşKendi Almanca soru setini üret
5 üretim ücretsiz — kredi kartı gerekmez.